Hyundai Inster und Reifendrucksensoren

  • Hallo Zusammen,


    Bin neu hier, habe einen Inster bestellt und hier gelesen, dass Borbet für die LV4 eine ABE hat. Dabei hat sich mir die Frage gestellt, ob der Inster Reifendrucksensoren benötigt und wenn ja, welche.


    Ich habe jetzt einfach mal in diesen Thread gepostet, da es ja hier um Räder geht.


    Gruss Instergram

  • Es sind definitiv Sensoren verbaut. Die sind mittlerweile verpflichtend.

    In der Bedienungsanleitung (8-7, S. 471) findet man:

    Das Reifendrucküberwachungssystem (TPMS) stellt über Sensoren im Rad fest, ob der Reifendruck zu niedrig ist, und erkennt während der Fahrt Veränderungen des Reifenradius und Vibrationen.

  • Ich denke, hier ist mit Sensoren die passive Messung über die Umdrehungszahl im Rad gemeint. dafür spricht zum einen die Art der Kalibrierung/Rücksetzung und zum anderen die fehlende Anzeige des aktuellen Reifendrucks.

  • Keine Ahnung. Allerdings sprechen die ja von "... Reifendruck zu niedrig ..., UND ... Veränderungen des Reifenradius und Vibrationen". Müssten da nicht eventuell zwei Sensoren am Werk sein? Lässt sich sicherlich beim Freundlichen erfragen.

  • Es sind definitiv Sensoren verbaut. Die sind mittlerweile verpflichtend.

    Indirekt messende Reifendruck-Systeme sind weiterhin zulässig. Direkt messende Reifendruck-Sensoren sind weder gesetzlich noch durch EU-Verordnungen gefordert.

    2 Mal editiert, zuletzt von wuzy (25. März 2025 um 23:36)

  • Hätte der Inster Reifendrucksensoren, könnte oder müsste man die Reifendruckwarnung im Cockpit nicht kalibrieren. Da dem aber so ist, misst das Auto nach der alten Variante mittels Drehzahlunterschied.

  • Habe gerade einen Beitrag von Bernd1979 gelesen, dass in der Betriebsanleitung doch was von Sensoren steht.

    autocorbach
    18. Februar 2025 um 17:35


    #50

  • Tatsächlich: "Das Reifendrucküberwachungssystem (TPMS) stellt über Sensoren im Rad fest, ob der Reifendruck zu niedrig ist, und erkennt während der Fahrt Veränderungen des Reifenradius und Vibrationen."

    Ich denke, das ist falsch übersetzt. Das ganze erfolgt über die ABS-Sensoren, da bin ich relativ (aber nicht völlig) sicher.

  • Ich hatte bei einem Hyundai Händler gefragt ob Sensoren verbaut sind oder ob das Auto den Reifendruck auf anderem Weg erkennt. Antwort war, dass er nachfragen muss. Dann kam die 2. Antwort: Der Reifendruck wird über das ESP System kontrolliert, keine extra Sensoren!

  • Tatsächlich: "Das Reifendrucküberwachungssystem (TPMS) stellt über Sensoren im Rad fest, ob der Reifendruck zu niedrig ist, und erkennt während der Fahrt Veränderungen des Reifenradius und Vibrationen."

    Ich denke, das ist falsch übersetzt. Das ganze erfolgt über die ABS-Sensoren, da bin ich relativ (aber nicht völlig) sicher.

    Nö, ist richtig übersetzt. Mit den Sensoren sind die eh verbauten ABS-Sensoren gemeint. Das "System" ist hauptsächlich eine "drangehängte" Software sowie das zusätzliche bling bling im Display. Nachteil: du musst nach jedem Reifenwechsel und jedem Korrigieren des Luftdrucks das "System" resetten.

  • Die ABS-Sensoren sitzen aber nicht *in* den Rädern, also falsch übersetzt. Ja, sie befinden sich bei Montage es Rads am Auto innerhalb der Felge, aber eben nicht im Rad. Luftdrucksensoren im Reifen wären IM Rad.

  • Ja das ganze hat Vor- und Nachteile, wobei der Nachteil überwiegt.

    Vorteil, Du musst bei einem weiteren Satz Reifen die Sensoren nicht kaufen, außer Du würdest die Reifen jedesmal von der Felge ziehen.

    Du erkennst einen Platten.

    Nachteil den genauen Reifendruck erkennst Du nicht, also regelmäßig prüfen:(

    Also wir hatten mit unserem Kona schon einen Reifenschaden auf der Autobahn, vorher war Stau und beim einhalten der Rettungsgasse bin ich wohl im Seitenstreifen in eine Schraube gefahren.

    Vorteil wir hatten nach dem Alarm die Möglichkeit den Druck zu verfolgen und konnten so noch von der Autobahn abfahren. Ohne Anzeige des Luftdrucks hätte ich mich das nicht getraut.

    Der Reifen wurde vom ADAC mit einem Flicken (Gummiwurst) geflickt und hat uns den Sonntag nicht versaut (fast 450km Heimfahrt) Seitdem habe ich so ein Flickzeug in jedem Fahrzeug, kostet nur wenig Euro. Das Pannenkit hingegen kann man eigentlich entsorgen, einmal angewendet ist der Reifen nur noch Schrott und die Felge versaut, auch der Flickeffekt ist eher schlechter.

    Wenn ich die Wahl hätte würde ich im Inster lieber die richtigen Drucksensoren bevorzugen, aber leider ist das ja nicht möglich.

    Inster Prime EZ 15.07. 2025 Farbe:Thomboy Khaki Innenraum schwarz, Probleme bislang:0 / ICCU-Update 50162 durchgeführt

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  • Hier meine Erfahrungen mit Reifendruck über ABS Sensoren (Peuget 208) und Ford Custom mit Reifendrucksensoren.

    ABS Sensoren völlig unproblematisch und kostengünstig für Hersteller und Fahrer.Einmal im Jahr Reifendruck prüfen sollte drin sein.

    Reifendrucksensoren beim Ford nach 4 Jahren 2 Stück ausgefallen. Reifen noch gut. Ist TÜV relevant. Bin durchgefallen. Fehlermeldung lässt sich nicht reseten. Unnötige Kosten bei vorzeitigen Ausfall und bei jedem Reifenwechsel.

    Jetzt kann jeder entscheiden welches das bessere System ist.

    Hyundai hat sich aus meiner Sicht für das Käuferfreundliche System entschieden.

  • Jetzt kann jeder entscheiden welches das bessere System ist.

    Hyundai hat sich aus meiner Sicht für das Käuferfreundliche System entschieden.

    Es ist wirklich Pech, dass Du in Deinem Fall ein Problem mit Reifendrucksensoren hattest.

    Ich kann wiederum über ganz andere Erfahrungen berichten: Ich fahre seit 2005 ausschließlich Fahrzeuge mit Reifendrucksensoren. Zuerst einen Opel Signum, dann 3 5er BMW und aktuell ein BMW-BEV. Bei allen 5 Fahrzeugen hatte ich bis auf eine 1x leere Batterie in einem Sensor noch nie einziges Problem mit Reifendrucksensoren - weder mit Sommer- noch mit Winterbereifung. Im Gegenteil: In 2019 hatte ich bei der Fahrt in den Niederlanden einen Reifenplatzer. Ich wurde bei einer Geschwindigkeit von ca. 100 km/h plötzlich akustisch und optisch mit einer Warnmeldung über einen Reifendruckverlust in einem Reifen gewarnt, und zwar noch bevor der Reifen wenige Sekunden später geplatzt ist. Aufgrund der Warnung konnte ich das Fahrzeug sicher zum Stilstand bringen.

    Für mich sind aktive Reifendrucksensoren mit Abstand das sicherste und zuverlässigste Mittel, um als Fahrer auf Reifenprobleme reagieren zu können. Bei einem Reifendrucksensor geht es in meinen Augen primär nicht darum, ein "kundenfreundliches" System auf die Straße zu setzen (was es jedoch bei mir ja war und bei vielen anderen ebenfalls ist), sondern dem Fahrer ein Stück weitere Sicherheit an die Hand zu geben, das indirekt messende Systeme nicht im gleichen Maß bieten: Sie reagieren (leicht) zeitverzögert oder ab und an mit einem Fehlalarm (wie unser FIAT 500e) und müssen bei jedem Nachpumpen durch den Fahrer zwangsweise neu initialisiert werden, was bei einem aktiv messenden System nicht der Fall ist.

    Dass der Inster keine dieser Sensoren hat, finde ich schade, aber angesichts des Fahrzeugpreises und des Umstandes, dass es in den meisten Nutzungsszenarien eher als Kurzstrecken- und Stadtfahrzeug genutzt werden dürfte, verschmerzbar.

    2 Mal editiert, zuletzt von wuzy (28. März 2025 um 08:27)

  • Moin Jörg,

    „Gummiwurst-Flickzeug“, noch nie gehört….klingt gut & sinnvoll. Habe auch schlechte Erfahrungen mit den Pannenkits. Könntest du vielleicht einen Handelsnamen oder sogar ein Foto hochladen? Würde mir gerne ein Bild davon machen. Danke!

  • Das ist recht billiger/günstiger Kram. Hier ein Beispiel:

    https://www.amazon.de/dp/B0D2Y1D969?…yundaiinster-21

    Sehe ich das richtig, dass wenn man das unterwegs nutzen wollen würde, man einen Wagenheber und eine kräftige Luftpumpe braucht?
    Sieht ja so aus, als müsste das Loch gut vergrößern und da wird der Reifen komplett platt, oder?


    Wir haben z.B. immer dieses Teil für Reifen aufpumpen benutzt. https://www.amazon.de/-/en/Xiaomi-Po…yundaiinster-21

    Aber das hat bestimmt nicht genug power einen komplett platten Reifen voll zu pumpen. ^^

  • Moin Jörg,

    „Gummiwurst-Flickzeug“, noch nie gehört….klingt gut & sinnvoll. Habe auch schlechte Erfahrungen mit den Pannenkits. Könntest du vielleicht einen Handelsnamen oder sogar ein Foto hochladen? Würde mir gerne ein Bild davon machen. Danke!

    Soviel Geld habe ich gar nicht ausgegeben:)

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    Sieht popelig aus, funktioniert aber super, habe selbst schon einen Reifen damit geflickt. Hardcore Bastler fahren damit dauerhaft herum, vernünftige kaufen sich danach einen oder 2 neue Reifen. Wie schon geschrieben, wir haben nach einer ADAC Notreparatur mit so einem Kit eine Heimfahrt fortgesetzt, hat 450km gehalten, hätte auch dauerhaft funktioniert denke ich. Anfangs bin ich damit 100Km/h gefahren, gegen Ende wurde ich mutiger und bin 120Km/h gefahren. Dank richtiger Reifendrucksensoren im Kona habe ich mich damit sicher gefühlt. So eine Gummiwurst fliegt nicht mehr aus dem Loch, weil sie sich innen verhakt, und selbst wenn dauert es bis der Reifen so sehr an Luft verliert.

    Was du nie machen darfst ist den Reifen ohne Luft oder mit sehr wenig Luft zu fahren, da langen wenige Km und er ist geschädigt und kann dann platzen. Ein platter Reifen walkt sich kaputt und wird dabei heiß ohne Ende das geht dann ganz schnell und die Fetzen fliegen.

    Anwendungsvideos gibts jede Menge z.B. https://youtu.be/_PToxM8FoLM?si=1waU3wHb_VKNaiH9 Es gibt auch welche wo man sieht wie die Wurst dann aussieht innen.

    Praktische kann ich Dir sagen, es ist etwas Kraft vonnöten, man fährt das Auto so, daß Di an die Schadstelle rankommst, am einfachsten ist es wenn es vorne ist, da kann man den Reifen dann schön nach außen drehen, dann rubbelst Du das Loch gerade, dann mit Kraft die Wurst rein, vierteldrehung und raus, Rest abschneiden. Mit dem Notfallkompressor im Inster kannst Du den Reifen vorher/nachher aufpumpen, ohne die mitgelieferte Dichtpampe vom Kompressor anwenden!

    Einer zierlich gebauten Frau würde ich allerdings den ADAC empfehlen, Kraftaufwand ist nicht zu unterschätzen.

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